Wie Samen, die unter der Schneedecke träumen, träumen eure Herzen vom Frühling.
Vertraut diesen Träumen, denn in ihnen verbirgt sich das Tor zur Unendlichkeit.
(Khalil Gibran)




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Thema: Frage zu Ramblern

  1. #136
    Gartenguru Gartenguru Avatar von Dornrose
    Registriert seit
    03.12.2010
    Beiträge
    2.673

    AW: Frage zu Ramblern

    Ich liebe Rambler und bewundere Euch, wie und wohin Ihr sie pflanzt und wie gut sie gedeihen.
    In meiner Einstellung zu Obstbäumen gibt es ( in meinem Garten jedenfalls ) ein NEIN dazu: einen Obstbaum möchte ich nicht mit einem Rambler belasten und bin überzeugt, dass Obstbäume ( meine jedenfalls wiederum) sich dabei auch nicht gerade wohl fühlen würden. Außerdem mag ich den Anblick einen Obstbaumes "pur" am liebsten!
    Darüber habe ich mal mit meinem Baumschuler geplaudert und war sehr angetan, dass er sich ebenfalls dagegen aussprach.

    Welche Erfahrungen habt Ihr denn so?
    Herzliche Grüße-Anne-Regina

  2. #137
    Gärtner(in) Gärtner(in)
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    214

    AW: Frage zu Ramblern

    Eigentlich wurden Rambler anfangs ja nur in alte, nicht mehr gut tragende Obstbäume gepflanzt. Wenn man regelmäßig viel ernten möchte, wird das durch Rambler in den Bäumen natürlich erschwert, das stimmt schon.

    Da aber viele Leute alte Obstbäume im Garten haben, die sie (vielleicht aus Gesundheits- oder Zeitgründen) gar nicht beernten können und/oder wollen, ist das Hineinwachsenlassen von Ramblern m. E. immer noch die bessere Alternative, als den ansonsten "nutzlosen" Baum fällen zu lassen.

    Rambler und andere Einmalblühende werden hier i. d. R. gar nicht gedüngt, da der Boden eh schon sehr fruchtbar ist...Als Winterschutz aufgetragener Mist und/oder Kompost z. B. wird weitgehend im Frühjahr wieder entfernt (und gibt´s auch nicht jedes Jahr).

    Wo der Boden arm, mager und/oder sandig ist, kann man im Winterhalbjahr rund um die hungrigen Pflanzen eine dickere Mist- oder Kompostschicht ausbringen (und im Frühjahr zu Mulchzwecken liegen lassen). Für einmalblühende Rosen müßte das in den meisten Fällen reichen.
    Bei großer Wurzelkonkurrenz durch benachbarte Bäume und Sträucher am besten ab und zu die Gehölzwurzeln rund um die bedrängten Rosen (mit mindestens 40, 50 cm Abstand dazu) abstechen: Die Rosenwurzeln gehen ja überwiegend nach unten, oberfläch wachsende Konkurrenzwurzeln kann man ihnen so etwas vom Hals halten.

    Und auch ausgiebiges Wässern der (jüngeren) Rosen ist an Wurzelkonkurrenz-Standorten nicht verkehrt wenn es mal wieder eine Trockenphase gibt (mindestens 10 Liter einmal pro Woche): Die besten Nährstoffe nützen leider nicht viel, wenn sie wegen Trockenheit nicht aufgenommen werden können. - Irgtendwann sind die Rambler dann mit ihren Wurzeln weit genug vorangekommen, um sich alleine mit Wasser versorgen zu können.

  3. #138
    Moderator(in) Avatar von rocambole
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    AW: Frage zu Ramblern

    Zitat Zitat von Dornrose Beitrag anzeigen
    In meiner Einstellung zu Obstbäumen gibt es ( in meinem Garten jedenfalls ) ein NEIN dazu: einen Obstbaum möchte ich nicht mit einem Rambler belasten und bin überzeugt, dass Obstbäume ( meine jedenfalls wiederum) sich dabei auch nicht gerade wohl fühlen würden.
    Jein ... unsere alte Pflaume ist riesengroß, sie hatte aber eine ungepflegte Krone, viel Totholz, viel zu dichte Äste, weil die "Vorbesitzer" sie nie geschnitten haben. Die paar Pflaumen, die sie gelegentlich trägt, haben Monilia oder Einwohner bzw. wie Raphaela schon sagt, kommt man gar nicht dran. Sie ist also "nutzlos" und auch kein besonders attraktives Gehölz. Fällen lassen - nein, sie ist alt und davor habe ich Respekt (auch wenn ich lieber einen anderen Baum hätte), sie bietet Vögeln Nahrung und Schutz und nun außerdem noch einer Clematis und einem Rambler Halt, seit mittlerweile 8 Jahren. Sollte sie in weiteren 10-15 unter der Last zusammenbrechen, dann habe ich mich wenigstens jahrelang an den Blüten erfreuen können.

    Mag schon sein, dass sie ohne die Kletterer länger leben KÖNNTE, aber andererseits hätte ich dann Platz für einen anderen Baum, Blutbuche, Linde, auf jeden Fall was Großes ...
    Liebe Grüße, Irene

    Hamburg - WHZ 7b - viel Schatten, trockener, eher saurer Sandboden

  4. #139
    Gartenprofi Gartenprofi Avatar von Louise
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    AW: Frage zu Ramblern

    Zitat Zitat von Raphaela Beitrag anzeigen

    Und auch ausgiebiges Wässern der (jüngeren) Rosen ist an Wurzelkonkurrenz-Standorten nicht verkehrt wenn es mal wieder eine Trockenphase gibt (mindestens 10 Liter einmal pro Woche): Die besten Nährstoffe nützen leider nicht viel, wenn sie wegen Trockenheit nicht aufgenommen werden können. - Irgtendwann sind die Rambler dann mit ihren Wurzeln weit genug vorangekommen, um sich alleine mit Wasser versorgen zu können.
    Sehr gut, das werde ich mir merken!!!


  5. #140
    Gartenazubi Gartenazubi Avatar von Vulkanrose
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    AW: Frage zu Ramblern

    Zitat Zitat von Louise Beitrag anzeigen
    Wie düngt Ihr denn diese Wuchsmonster oder gedeihen die von alleine so wüchsig? Bei meinem etwas wachstumschwachen Goldfinch denke ich, dass die Erde zwischen den uralten Gehölzen nicht sehr ramblerfreundlich ist
    Ich dünge fast gar nicht und wenn dann mit etwas Hornspänen. Rambler brauchen halt eine Weile bis sie in die Schüsse kommen. Das trifft natürlich auch auf alle anderen Rosen zu. Eine Eingewöhnungszeit von 3 Jahren sollte man jeder Rose geben.


    Mit Rosengruß

    Vulkanrose
    Ungeduld ist der schlechteste Gärtner.

  6. #141
    Moderator(in) Avatar von Guda
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    AW: Frage zu Ramblern

    Ich schließe mich meinen Vorrednern an! Trotzdem gebe ich zu bedenken, dass diese Maßnahmen auch immer vom vorhandenen Standort abhängen. Ein mildfeuchter, nahrhafter Boden wird weniger häufig Nachschub brauchen als ein trocken- sandiger.
    Insofern muss jeder erst einmal seine eigenen Bedingungen überdenken.
    Wie Du weißt, Louise, haben wir einen sehr gehaltvollen Lehmboden: die Werrataler nennen ihn "Wachsboden". Jetzt wohnen wir nahezu 20 Jahre hier und ich stelle erste Mangelerscheinungen bei Rosen und Clematis fest. Bisher hatte ich unregelmäßig mit Kompost und Hornspänen gedüngt und alle paar Jahre gab es Bodenaktivator.
    Falsche Zeit, grad jetzt kommen mir zusätzliche Bodenbearbeitungen nicht gelegen. Aber ich werde im Nachwinter meine Gartenhilfe stärker einspannen müssen. Denn leiden die Pflanzen unter Hunger und Durst, sind sie gestresst und es treten auch eher Krankheiten auf.
    Herzliche Grüße - Guda

  7. #142
    Gartenprofi Gartenprofi Avatar von Louise
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    AW: Frage zu Ramblern

    Zitat Zitat von Guda Beitrag anzeigen
    Aber ich werde im Nachwinter meine Gartenhilfe stärker einspannen müssen.
    ja, bitte mach das, bevor Du wieder übermutig durch die Beete hüpfst

    Ich werde dafür mal schauen, was die Kompostberge unter den Bäumen machen und davon etwas den Ramblern zu Füße schmeißen!


  8. #143
    Moderatorin Avatar von Dorea
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    AW: Frage zu Ramblern

    Hat jemand eine ältere Apple Blossom?
    Hier wächst sie - noch - ganz passabel als malerisch überhängender, überreich blühender Strauch. Wäre schön, wenn das so bliebe. Wie stehen die Chancen?
    Herzliche Grüße
    Dorea

    Immer schön eins nach dem anderen

  9. #144
    Gartenguru Gartenguru Avatar von Dornrose
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    AW: Frage zu Ramblern

    Vor einer alten Betonmauer an der hinteren Grundstücksgrenze standen zwei inzwischen riesige Lebensbäume. Sie beschatteten das Beet davor.
    Fällen wollten wir sie nicht, haben aber alle Zweige gekürzt, um eine Clem.montana daran hochranken zu lassen.
    Nun möchte ich lieber einen Rambler daran hochwachsen lassen, möglichst ohne bzw. mit nur wenigen Stacheln,
    weiß oder cremefarben,
    geeignet für Halbschatten ( Sonne käme morgens von vorne, mittags nur von oben, abends keine mehr),
    möglichst gut duftend.
    In der Höhe wäre reichlich Platz, aber zu breitbuschig sollte die Rose nicht wachsen wollen.
    Würde sich Lykkefund eignen?
    Herzliche Grüße-Anne-Regina

  10. #145
    Moderator(in) Avatar von Guda
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    AW: Frage zu Ramblern

    Jaaaaaaaaa!
    Kommt mit wenig Licht aus, stachelt kaum, erfreut nicht nur Gärtners Herz, sondern zahlenmäßig betrachtet in größerem Umfang die Bienchen.
    Hier wandert 'Lykkefund' seit drei Jahren vom maroden Apfelbaum zur allmählich adulten Magnolie über einen Weg.
    Notgedrungen muss man unter Rose und Bienen wandeln, ein Genuss!

    Ebenfalls weiß wäre noch 'Madeleine Seltzer'. Die Blüten in langstieligen Bündeln geordnet, kommt ebenfalls hier mit Morgensonne aus, duftet sehr gut, wird nicht so hoch wie L. Auch "keine" Stacheln.

    'Lykkefund' ist das lebhafte, geschwätzige Naturkind. 'Madeleine Seltzer' die kultivierte, elegante junge Dame. Missen möchte ich keine.
    Herzliche Grüße - Guda

  11. #146
    Gartenguru Gartenguru Avatar von Dornrose
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    AW: Frage zu Ramblern

    Guda, Du beschreibst so ausführlich

    An Madeleine Selzer hatte ich auch schon gedacht. Die Blüten würden zum Beet davor farblich wunderbar passen.
    Ein "Naturkind" denke ich mir aber harmonischer in der Umgebung oberhalb dieser Mauer.
    Zur Lage:
    Mein Garten liegt ja ca. 3 m tiefer als das Grundstück dahinter. Die Mauer ( wer hat sie nur mal gebaut???) stützt den Hang ab.
    In den "goldenen Sechzigern" wurden dort oben einige Malus Eleyi gepflanzt, mir zur Freude! Mittlerweile sind es gewaltige Exemplare, zu jeder Jahreszeit herrlich anzuschauen.
    Unten am Fuß dieser Mauer gärtnere ich, mit Blick nach oben!, habe die Mauer mit Zaundraht bespannt und eine duftende Clem. montana var. rubens Odorata hochklettern lassen.
    In diesem Frühjahr entdeckte ich plötzlich nach dem Aufwachen ( mein Schlafzimmerfenster liegt nach Osten und im Bett liegend kann ich genau dorthin schauen ) unzählige helle Blütensterne im dunklen Maluslaub hoch oben! So eine Freude!
    Die Clematis hat mich auf die Idee gebracht, einen weiteren Malus von unten aus beranken zu lassen: mit einem Rambler!
    Mal abwarten, ob irgendwann jemand sich daran "stören" wird anstatt sich an der Blütenpracht mitzufreuen. Erstmal wird gepflanzt!
    Herzliche Grüße-Anne-Regina

  12. #147
    Gartenguru Gartenguru Avatar von Dornrose
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    AW: Frage zu Ramblern

    Aus der Traum vom Rambler Lykkefund an dieser Stelle in meinem Garten!

    Erst mit Spaten, dann mit Spitzhacke haben Sohn und ich abwechselnd versucht, dort in die Erde zu kommen. Beton und Bauschutt in Unmengen vom Mauer-und Treppenbau tauchten auf. Über mehrere m² !
    Selbst wenn wir es dort so nach und nach schaffen könnten, uns in die Tiefe zu wühlen, würde die Telekomleitung, die dort verlegt wurde ( von mir vor Jahren in einem Rohr) umgelegt werden müssen, und es fehlt dafür der Platz.
    So hat dann die Vernunft gesiegt.
    Guda, Du hast mich so lieb beraten ,
    und ich träumte schon von wallenden Blütenranken aus der Höhe herab. Sohn fand die Idee auch gut.
    Nun "begnügen" wir uns mit der Blütenpracht, die wir hier haben.
    Herzliche Grüße-Anne-Regina

  13. #148
    Moderator(in) Avatar von Guda
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    AW: Frage zu Ramblern

    Wie weit müsste denn die Rose geleitet werden, um "um die Ecke" nach oben zu gelangen? Nach einigen Jahren wundert man sich meistens, dass einige dicke, verholzte Äste sich gemächlich über den Boden lümmeln und dann erst nach oben gehen.
    Miss doch bitte aus, wann das aufzugrabende Land beginnt.
    Bei einer 2-Meter-Rose müsste man sich von dem Gedanken verabschieden, an der Hausmauer ebenfalls, wenn man jedoch nach 2 Meter in den Boden käme, wäre es zu schaffen, man brauchte halt ein Jahr mehr Geduld
    Herzliche Grüße - Guda

  14. #149
    Gartenguru Gartenguru Avatar von Dornrose
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    AW: Frage zu Ramblern

    Eine Ecke gibt es dort nicht. Die Rose könnte nur zwischen der alten baufälligen Treppe, die auf die Mauer führt, und der Ostwand der "Villa Flora" eingegraben werden.
    Weiter ab von der Mauer ist kein Platz mehr. Dort steht eine wunderschöne alte Chaenomeles jap. die ich dort gerne lassen möchte.
    So ganz traurig bin ich auch nicht mehr über den geplatzten Traum. Ob es so eine gute Idee war, frischgrüne Rosenranken in das wunderschöne dunkelrote Maluslaub ranken zu lassen? Ich denke nicht. Nur zur Blütezeit stelle ich es mir zauberhaft vor. Aber die Blütezeit ist kurz.
    Als Trösterchen haben wir die Clematisranken zu den Lebensbaumstämmen ( = nur noch Stämme ohne Zweige, als Klettergerüst gedacht ) herübergezogen, Holzperlenschnüre ( von einem ehemaligen Türvorhang) um die beiden Stämme geschlungen und die Ranken daran befestigt.
    Die Clematisblüten sahen im Frühjahr hinreißend aus zu den Malusblüten, wie Sterne! Jetzt tauchen die Clematisranken im Laub nicht auf.
    Im Frühjahr 2017 werde ich mal versuchen, das wie auch immer von unten nach oben zu fotografieren zusammen mit den Malusblüten.

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Name:	2015-05-27 01 Clematis montana.jpg
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    Herzliche Grüße-Anne-Regina

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