Was schlägt die Erdenuhr? Veilchenzeit, Veilchenzeit!
(Anglicus, Bartholomäus)


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Thema: Frage zu Ramblern

  1. #1
    Admin Avatar von lipp
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    Frage zu Ramblern

    aus dem alten Forum:

    marion
    Frage zu Ramblern
    am: 07. Februar 2007 um 20:16
    Vorweg: ich liebe meine Rambler. Als ich sie pflanzte, kannte ich weder den Begriff noch wußte ich, was auf mich zukommen würde.
    Nun sind die Herrschaften namens Lykkefund, Veilchenblau und Russelliana im Teenageralter angekommen und es wird höchste Zeit für gewisse Erziehungsmaßnahmen.
    Der Ist-Zustand ist folgender:
    Mehrere armdcke Äste, kahl bis in ca 2m Höhe, dann eine dicke Lage braune abgestorbene Zweige, darauf ein riesiges aufgetürmtes Gebilde von grünen Ästen. Schön sieht das nicht aus und ich bin ziemlich ratlos, was zu tun ist.
    Auch habe ich die Rosen damals ziemlich nahe an einen Weg gepflanzt. Wöchentlicher Aufschrei meines Mannes, wenn er sich wieder einmal verheddert hat: Ich nehme nie wieder eine Frau, die etwas mit Rosen zu tun hat.
    Man sieht, die Lage ist schwierig, aber doch vielleicht nicht hoffnungslos ?
    Meine Wunschvorstellung:
    Die Herrschaften möchten sich etwas manierlicher benehmen, sich auch untenherum etwas bedeckter halten - mit Blüten auch im unteren Bereich und so schön anzusehen sein wie auf den Bildern aus anderer Leute Gärten.
    Irgendetwas mache ich falsch, aber ich weiß noch nicht einmal genau, was. Wie soll ich vorgehen?
    Ganz runterschneiden, dann neu leiten oder was gibt es sonst für Möglichkeiten ?
    Bin für alle Tipps dankbar und warte gespannt auf Eure Vorschläge.
    Herzliche Grüße Marion

    carlina
    Re: Frage zu Ramblern
    Antworten- am: 08. Februar 2007 um 08:37
    am 07. Februar 2007 um 20:16, schrieb marion :
    Vorweg: ich liebe meine Rambler.

    Ja, ich auch, aber manche wehren sich, und sind dann nicht sehr lieb,wenn man ihnen mit der Schere zu Leibe rückt!
    Ich habe seit über zehn Jahren PHM, Bobby James und Veilchenblau. Veilchenblau ist glücklicherweise vergleichsweise zahm, die anderen tückisch mit ihrer starken Bestachelung. In der Literatur wird gesagt, dass man sie möglichst nicht beschneiden soll, dennoch musste ich mehrfach zwangsläufig schneiden, da Bobby James beispielsweise von dem starken Sommersturm vor ein paar Jahren umgerissen wurde und PHM einen Holzzaum beschädigte, da die Rose viel zu eng dort gepflanzt wurde. Meine Erfahrung nach dem Schnitt: Man kann eigentlich nichts falsch machen bei diesen Ungetümen. Obwohl ich PHM sehr stark heruntergeschnitten hatte, blühten der Neuaustrieb dann im Folgejahr, wenn auch nicht so üppig wie sonst. Tote Triebe habe ich allerdings im Frühjahr grundsätzlich bei allen Ramblern herausgeschnitten und herausgezerrt, dadurch wird die Pflanze auch nie zu wulstig.
    Ich weiß nicht, wie Du Deine Pflanzen gesetzt hast, aber dass die Triebe unten kahl sind ist doch normal, die herunterhängenden Blütentriebe verdecken das doch?

    Wir haben BJ an der Wand dieses Anbaus mit Seilen und Haken gefestigt, so dass ein Teil der Triebe das Dach hochwandert, andere fallen malerisch herunter ( auch nicht das Gelbe vom Ei , da die abfallenden Blätter im Herbst regelmäßig die Dachrinne verstopfen, die mein Sohn dann frei machen muss).

    Gelesen habe ich allerdings , dass man alte "verwilderte" Rambler erziehen kann und dass im Herbst bzw. Winter angehen sollte. Dabei nimmt man alle Triebe, die alt , kränklich oder schwach sind heraus und lässt nur sechs bis sieben junge kräftige Triebe stehen. An den verbleibenden reduziert man die Seitentriebe auf zwei Drittel and den Leittrieb schneidet man ebenfalls, um eine Verzweigung anzuregen. Anschließend sollte man in der Vegetationsperiode düngen und den Neuzuwachs während er noch biegsam ist durch Binden lenken. ( nachzulesen hier: http://www.rhs.org.uk/advice/profile...ngramblers.asp )
    LG
    carlina

    Guda
    Re: Frage zu Ramblern
    Antworten- am: 08. Februar 2007 um 10:35

    Wer liebt sie nicht, die Männer und die Rambler? Aber zugegebenermaßen sind beide im Umgang häufig stark bewehrt. Und auch die Zunahme des Umfangs zeichnet (oft) beide aus, zumindest im höheren Alter.
    Marion, Du hast zumindest den Vorteil, dass Dein Mann die Schuld auf Dich schiebt, bei uns sind die Rosen ....rosen, vor allem, wenn er wieder einmal sein Hütchen sich in schwindelnden Höhen entfernen sieht, weil er den Kopf nicht eingezogen hat. Noch schlimmer, und da bekommt er tröstende Worte, ist natürlich, wenn Silvermoon oder PHM ihm mit ihren Trieben ratschend über den "Gletscher" fuhren.
    Lykkefund und Veilchenblau sitzen dort, wo man ständig geht, damit kein Unglück passiert. Es gibt aber genügend andere Wege( Silvermoon), die oft benutzt werden, die dann freundlich , aber undurchdringlich von Rosen umrahmt werden.
    Hier hilft nur die Schere. Und zwar dann, wenn es notwendig ist, Punkt.
    PHM wird nur geschnitten, wenn ihre Triebe den Augen gefährlich werden, meistens ist das während der Blütezeit, wenn die Triebe schwer herunterhängen - Vasenschmuck. Dann kommt der Neutrieb, der auch gleich so geschnitten wird, dass wir gefahrlos an ihnen vorbeikommen.
    Lykkefund und Veilchenblau werden nach der Blüte von 1- 2 sehr alten abgetragenen Ästen, meist schon sehr dunkel, befreit. Störende Äste oder Seitentriebe werden geschnitten , wenn es notwendig ist.
    Ein Problemfall ist Albéric Barbier, der auf dem Terrassenbeet steht . Dass dieses Monster tatsächlich den Beschreibungen der Literatur entsprechen könnte, habe ich dummerweise nie erwartet. Ein Teil der jungen Zweige hängt strauchartig das Beet hinunter, sehr dekorativ, ein Teil geht an der Pergola spazieren und weiter an der Hauswand. Jeder, der ahnungslos mit seinem Stuhl nach hinten rückt, bleibt in Albéric hängen, grässliche Stacheln, dazu so viele. Damit nicht genug, der dritte Teil macht es sich gleich am Drahtzaun bequem und drückt ihn platt, was die Hunde hüben und drüben sehr genießen. Schön, Albéric blüht vom Frühsommer bis zum ersten Schnee (hm), er ist also nicht entbehrlich, dass er aber so bewehrt sein muss, packt ihn in eine andere Schublade.
    Diese Rose bearbeite ich nie allein, allerdings suche ich vorher günstige Momente, um die Proteste möglichst gering zu halten.
    Ich versuche alte Triebe so weit unten fortzuschneiden, dass ich anschließend in kleinen Etappen die Verzweigungen ebenfalls herausschneiden kann. Am einfachsten ist es mit kleinen Schritten zu arbeiten.

    Die Folge dieser pflegenden Radikalmaßnahme sind nach einer kleinen Trostdüngung und Wässerung ein paar neue Triebe.
    Ich nehme jedes Jahr zwei bis drei Rosen vor, dann ist die Plage nicht so groß.
    Schloss Friedenstein und Donau, ähnlich wie Veilchenblau, sind zwar üppig, in der Handhabung aber sanft, und Erinnerung an Brod sind heuer an der Reihe.
    Silvermoon, mit dekorativen weißen Schalenblüten aus dem Apfelbaum leuchtend, stand sicher die längste Zeit dort. Seine Stacheln sind schon mörderisch scharf, und direkt daneben ist der Kompostplatz, ich glaube, wir haben keine Chance. Ich könnte mir denken, dass die fast stachellose Madeleine Seltzer, mit schönen großen "ball"förmigen cremefarbenen Blütenständen dort besser aufgehoben ist.

    Eins haben mich diese Rosen gelehrt: Zimperlichkeit ist nichts, was sie schätzen! Zwei, drei Jahre kann man sie wachsen lassen, wie sie möchten( auf leichten Böden vielleicht auch länger), aber dann sollte bereits nach Wunsch geschnitten werden. Und hat man aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit geschlampt, bedanken sie sich für eine Auslichtung, Verjüngung nach der Blüte sogar mit neuen Trieben

    http://img216.imageshack.us/img216/8170/06phmso5.jpg
    Gruß Guda

    rocambole
    Re: Frage zu Ramblern
    Antworten - am: 09. Februar 2007 um 08:08
    noch ist meine BJ sehr zahm. Aber wie um Himmels willen schneidet man Rambler, die meterhoch in Bäume klettern? An einer Hauswand oder Pergola kann ich mir das noch vorstellen, aber im Astgewirr meiner Pflaume, da sehe ich schwarz. In die oberen Bereiche komme ich nicht mal mit einer Leiter und ich kann doch nicht unten schneiden und einfach zerren ...

    LG Irene

    carlina
    Re: Frage zu Ramblern
    Antworten - am: 09. Februar 2007 um 11:34
    am 09. Februar 2007 um 08:08, schrieb rocambole :
    In die oberen Bereiche komme ich nicht mal mit einer Leiter und ich kann doch nicht unten schneiden und einfach zerren ...

    LG Irene

    Doch, nur so geht´s. Es sei denn Du kannst im Baum herumklettern und sie stückchenweise herausschneiden! Ich hatte vor Jahren eine ganz "normale" Rosa canina" an unsere Kiefer gepflanzt, nach einigen Jahren entschloss die sich ihre Triebe meterhoch in die Krone zu schicken. Das sah wild-romantisch aus, wenn sie blühten. Im letzten Jahr haben wir dann die Kiefer aufgeastet und zwangsläufig mussten die Rosentriebe dann rausgezerrt werden. So ganz ist das nicht gelungen, Teilstücke müssten dort oben immer noch hängen. Ich könnte mir vorstellen, wenn Du regelmäßig eingreifst, könntest Du Bobby vielleicht im Zaum halten?!
    LG
    carlina

    rocambole
    Re: Frage zu Ramblern
    Antworten am: 09. Februar 2007 um 12:32
    Mal sehen, glücklicherweise steht der Pflaumenbaum weit weg vom weg und tragen tut er auch kaum. Er ist wirklich nicht mehr als eine Rosenstütze. Vielleicht ist ja dann ein Berg toter Zweige unter dem grünen Laub gar nicht schlecht, z.B. für Vögel zum Brüten?

    LG Irene

    Guda
    Re: Frage zu Ramblern
    Antworten- am: 09. Februar 2007 um 12:32
    Zitat: Es sei denn Du kannst im Baum herumklettern und sie stückchenweise herausschneiden!
    Ich stell mir vor, ich kletter im Rambling Rector herum.... zerren und ziehen ist mir erheblich lieber.

    rocambole
    Re: Frage zu Ramblern
    Antworten - am: 09. Februar 2007 um 12:34
    Aber zerrt und zieht man da nicht auch viel kaputt, was eigentlich heil bleiben soll? Jedenfalls kann ich so verstehen, warum man das im Herbst oder Winter macht, im Frühling ist das ja völlig unmöglich.

    LG Irene

    Guda
    Re: Frage zu Ramblern
    Antworten - am: 09. Februar 2007 um 13:01
    Bei der Wuchsfreudigkeit der meisten Rambler schadet es nicht, wenn ein Seitenast abgerissen wird. Sogar das Nachschneiden vermissen sie meistens nicht. Die Wirtsgehölze leiden im Spätherbst auch weniger als im Frühjahr.
    Die Empfehlung, an ein weitgehend ausgewachsenes, oder zumindest nicht junges Gehölz zu pflanzen, ist dann schon verständlich.

    Gruß Guda

    carlina
    Re: Frage zu Ramblern
    Antworten - am: 09. Februar 2007 um 14:51
    am 09. Februar 2007 um 12:32, schrieb Guda :
    Ich stell mir vor, ich kletter im Rambling Rector herum....

    ...im Baum, Guda, im Baum Ich geh da von meiner Kiefer/einem Baum aus aus, die/der dann immer noch Baum war und nicht nur Rose!
    LG
    carlina

    Guda
    Re: Frage zu Ramblern
    Antworten - am: 09. Februar 2007 um 20:04
    Eben, Carlina ! Das Monster durchzieht ja den Baum. Und wenn Du dann in den Baum willst, bist Du notgedrungen auch im Rambler . Da spielt mir meine Phantasie allerdings grauenhafte Visionen vor !

    Irene, bei Helmerts haben wir doch einen umgestürzten Baum mit einer wirtslosen Ramblerrose gesehen. Herr Helmert beschloss, den Stamm liegen zu lassen und die Rose malerisch und kuppelförmig drüberwachsen zu lassen.
    Hab ich schon mal geschrieben, dass ich an einer Teichböschung eine PHM als Strauch gesehen habe ? Zum Träumen schön! Zwar benötigt man natürlich Platz , Paulchen ist ja nicht gerade zierlich, aber wenn die blühenden Zweige in elegantem Bogen zum Wasser herunterhängen......

    Gruß Guda

    marion
    Re: Frage zu Ramblern
    Antworten am: 11. Februar 2007 um 12:52
    Danke für Eure Antworten. Also ich sehe schon, ich habe meine Erziehungdsaufgaben buchstäblich vernachlässigt, jetzt sind meine Schützlinge auf die schiefe Bahn geraten und ich muß sehen, was ich durch beherztes Schneiden wieder gerade biegen kann.
    Guda, über die Gemeinsamkeiten unserer männlichen Mitbewohner mit einem ausgewachsenen Rambler muß ich noch nachdenken, Du hast da jedenfalls schon einige sehr interessante Aspekte angesprochen
    Gruß Marion

    Guda
    Re: Frage zu Ramblern
    Antworten - am: 11. Februar 2007 um 18:57
    Wie immer, Marion, stets gern und mit größtem Vergnügen zu Diensten !

    Gruß Guda

    Gartengirl
    Re: Frage zu Ramblern
    Antworten - am: 20. April 2008 um 10:12
    Guten Morgen zusammnen, vor etwa 3 bis 4 Jahren habe ich an unseren alten Pflaumenbaum einen Bobby James gepflanzt.
    Dieses Jahr sah er das erstemal richtig kräftig aus und nun ist am Feitag ohne viel Getöse einfach der Pflaumenbaum umgefallen.
    Wurzeln waren eigentlich keine mehr zu sehen, alles verottet. Wie der bisher aufrecht stehengeblieben ist weiß ich garnicht.
    Nun die Frage was mache ich mit BJ? Wenn ich ihn umpflanze wirft es Ihn wieder auf Start zurück?
    Für ein Klettergerüst ist er wohl zu wüchsig, oder??

    Schönen Gruß Gartengirl

    Rosenfan
    Re: Frage zu Ramblern
    Antworten am: 20. April 2008 um 11:23
    Hallo Gartengirl,
    mit dem Umpflanzen von BJ haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Meine Eltern wollten ihren nicht mehr haben (verstehen konnte ich das nicht), da haben wir ihn letztes Frühjahr zurückgeschnitten und bei uns eingepflanzt. Er hat den für ihn gedachten Baum sehr zügig erobert!

    An ein Klettergerüst würde ich ihn nicht pflanzen.
    Schönen Sonntag
    Rosenfan

    Amelia
    Re: Frage zu Ramblern
    Antworten am: 23. April 2008 um 11:09
    Letztes Jahr habe ich eine Bobby James an einem Apfelbaum ausgegraben und bei meinen Eltern an die Garage gesetzt. Erst dachte ich, sie würde den Umzug nicht überleben. Mittlerweile ist sie über 4 Meter hoch. Diese Rose wächst mit rasanter Geschwindigkeit und ist unkaputtbar .

    Liebe Grüße
    Amelia
    Geändert von lipp (28.11.2010 um 15:48 Uhr)
    Herzliche Grüsse

    Hansjürg

    Der Dumme rennt los, der Kluge wartet ab, der Weise geht in den Garten (Tagore).

  2. #2
    Admin Avatar von lipp
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    Rambler und Bäume

    aus dem alten Forum:

    sonpi
    Rambler und Bäume
    « am: 15. Juni 2007 um 10:43 »
    Hallo,
    gestern bin ich auf dieses Forum gestoßen und sehr begeistert. Da ich Gartenanfängerin bin, kann ich leider sicher wenig Hilfreiches beitragen. Ganz im Gegenteil, so komme ich gleich mit einer Frage: ich habe zwei Rambler erstanden (Apple Bossom und American Pilar), die ich jeweils in einen alten, aber noch leidlich tragenden Apfelbaum klettern lassen möchte. Schadet dies den Bäumen oder läßt sich das verantworten?

    Liebe Grüße

    Christel

    Dorea
    Re: Rambler und Bäume
    « Antworten #1 - am: 15. Juni 2007 um 11:49 »
    Es kommt darauf an, wie groß und stark der Apfelbaum "jeweils" ist. Beide in einen geht sicher nicht. Wie hoch sind die Bäume? Wenn es putzige kleine Haus-Apfelbäumchen sind, die immer hübsch klein gehalten wurden, wird die Rose nach einigen Jahren den Baum begraben. Wenn es hohe alte knorrige Apfelbäume sind, geht es sicher ganz gut. Aber für eine weitere Apfelernte möchte ich nicht garantieren.

    Und ganz nebenbei: Schön, dass Du hergefunden hast! Viel Spaß beim Blättern, Lesen, Schreiben und Plaudern!

    Gruß
    Dorea

    sonpi
    Re: Rambler und Bäume
    « Antworten #2 - am: 15. Juni 2007 um 15:25 »
    Hallo Dorea,

    vielen Dank für die schnelle Antwort. Es handelt sich um 2 über 30 Jahre alte knorrige Bäume. Sie sollen nach Aussagen des Vormieters nicht oder kaum tragen. Sie sollten schon gefällt werden, aber in diesem Jahr tragen sie plötzlich wieder üppig. Aus dem Grunde möchte ich sie mir natürlich noch so lange erhalten wie möglich. deshalb meine Sorge, dass ich ihnen vielleicht den Garaus mache, wenn ich sie beranken lasse. Andererseits sind die Rosen noch relativ klein und brauchen sicher eine Zeit, ehe sie in die Krone wachsen.
    Vielleicht kann ich gleich noch eine Frage loswerden. Wie wird das im Forum gehandhabt, wenn man auf ältere Fragen oder Beiträge reagieren wollte. Wie ist in etwa der Zeitrahmen, in dem es Sinn macht, auf Beiträge zu reagieren?

    Liebe Grüße

    Christel (sonpi)

    Indigo
    Re: Rambler und Bäume
    « Antworten #3 - am: 15. Juni 2007 um 22:09 »
    Hallo Sonpi
    Und willkommen
    Hier habe ich sehr wichtiges von Guda entdeckt: am Heute um 14:57, schrieb Guda :

    Zitat:
    Wenn der Baum stabil und gesund genug ist, schadet ihm weder eine Monsterrose noch -clematis. Allgemein pflanzt man Rambler erst dann an Obstbäume, wenn man sie nicht mehr beernten möchte /kann. Die meisten , wie auch Paulchen, haben gemeine Stacheln, da macht das in den Baum KLettern wenig Freude.
    Ein sehr alter und irgendwann morscher Baum kann auch mal unter dem Gewicht der Rose zusammenbrechen, hat man genügend Platz, lässt man die Rose über ihn wachsen, das sieht ausgesprochen dekorativ aus! Bei einer Kiefer brauchst Du diese Punkte wohl kaum zu beachten!

    Eine Wurzelsperre ist in 30 - 40 cm Höhe ein Stück Folie - z.B. Teichfolie- , dass man senkrecht zwischen Baum und Rose eingräbt. Notwendig ist dieser Schutz vor allem bei leichten, unfruchtbaren Böden : der Baum würde sofort alle der Rose zugedachten Nährstoffe und Wassergaben für sich beanspruchen. Bei nahrhaften Böden ist eine Wurzelsperre nicht zwingend notwendig, man erleichtert aber sich das Leben und der Rose das Anwachsen, weil man nicht permanent wässern muss.
    Abstand zum Baum...das hängt ein wenig von den Baumwurzeln ab und ob der Baum bis unten noch beastet ist. 60 - 100 cm , würde ich sagen, bei voller Beastung auch etwas weiter entfernt.
    Das Loch so tief und breit wie möglich machen, die Veredelungsstelle muss ja unter der Erdoberfläche liegen. Dafür sorgen, dass die Wände etwas gelockert werden. Unten hinein eine gute Handvoll Hornspäne. Den Aushub mit lockerer Erde vermischen (reifer Kompost oder gute Beutelerde), bei schwerem Boden eventuell etwas Sand oder feinen Kies untermischen. Die Rose gut wässern, den Container entfernen, die außen liegenden Wurzeln lockern !! , damit sie gleich in die neue Erde gehen können. Die Rose so einsetzen, dass die Veredlungsstelle ca 5-7 cm im Boden sein wird. Die vorbereitete Erde ungefähr zur Hälfte hineinfüllen (darauf achten, dass die Rosentriebe in Richtung Baum zeigen, den Ballen eventuell leicht schräg einsetzen), eine Kanne Wasser eingießen, weiter Erde auffüllen- bis über die Veredlungsstelle, und auch jetzt im Sommer leicht anhäufeln - der Boden sackt nocht! Eine Art Baumscheibe um die Rose herum anlegen, damit man bequem gießen kann.

    LG
    Indigo

    sonpi
    Re: Rambler und Bäume
    « Antworten #4 - am: 16. Juni 2007 um 09:44 »
    Hallo Indigo,

    vielen Dank für den Hinweis! Das ist sehr hilfreich!

    Liebe Grüße

    Christel (sonpi)

    riesenweib
    Re: Rambler und Bäume
    « Antworten #5 - am: 16. Juni 2007 um 11:02 »
    am 15. Juni 2007 um 15:25, schrieb sonpi :
    ....Wie wird das im Forum gehandhabt, wenn man auf ältere Fragen oder Beiträge reagieren wollte. Wie ist in etwa der Zeitrahmen, in dem es Sinn macht, auf Beiträge zu reagieren?...

    ich treibe mich mittlerweile 3 oder 4 jahre in gartenforen herum, und merke, dass oft auch jahrealte themen wieder aufgegriffen werden. meist mit einer kurzen zusatzbemerkung 'greife das thema wieder auf', 'hole den faden nach vorn' 'sehe jetzt erst'. und dann schon die aussage.
    also, nur net hinterm berg halten mit posts

    lg, brigitte

    sonpi
    Re: Rambler und Bäume
    « Antworten #6 - am: 16. Juni 2007 um 12:00 »
    Liebe Brigitte,

    vielen Dank! Dann werde ich ungeniert drauflosschreiben...

    Liebe Grüße

    Christel (sonpi)

    Dorea
    Re: Rambler und Bäume
    « Antworten #7 - am: 15. März 2008 um 20:43 »
    Hat von Euch schonmal jemand einen Rambler in eine Eiche geschickt? Pauls Himalayan Musk wäre mein Favorit.

    Grüße
    Dorea

    Dorea
    Re: Rambler und Bäume
    « Antworten #8 - am: 16. März 2008 um 22:32 »
    So, nun habe ich mal meine soeben adoptierte Eiche fotografiert.
    Einmal von ganz unten aufgenommen (Ich fotografiere gen Norden) Die Rose würde mir also entgegenblühen.



    Und einmal von der rechten Seite



    Sie dürfte gut und gerne 8 Meter Höhe haben. Zum Sichtschutzzaun dahinter ist es so 1 - 1,20 m. Der Spaten geht in die Erde wie nichts. Ich werde einen Versuch wagen.

    Und hier unten am Hoftor soll auch ein Rambler hin. Und zwar dort, wo jetzt die Forsythie dahindümpelt. Da muss ich aber vorher noch aufräumen im Unterholz. drumrum stehen wunderbar charmante wilde Kirschen. Die duften wie die Weltmeister.
    Blühen wird der Rambler zum Ankommenden hin. Ich stehe im Norden und fotografiere nach Süd,Süd-West.



    Gruß
    Dorea

    rocambole
    Re: Rambler und Bäume
    « Antworten #9 - am: 17. März 2008 um 08:16 »
    Dorea,

    kriegt die Rose in der Eiche denn genug Licht ab, oder so wenig, daß sie sich nur am Ende der Äste hochhangelt? Das könnte dann Probleme geben.

    LG Irene

    Dorea
    Re: Rambler und Bäume
    « Antworten #10 - am: 17. März 2008 um 12:56 »
    Doch, ich denke Euch beide beruhigen zu können. Der Rambler wird so ein Monster, dass er durch die Eiche durchwächst. Und der Boden ist nicht schlecht. Der Spaten dringt problemlos in die Erde und bei der Wuchsstärke der Kletterer sollte es einen Versuch wert sein.

    Hat's denn wirklich noch keiner versucht? Also die Rambler, die ich in Norddeutschland gesehen habe, hingen aus meeeeterhohen Bäumen herunter mit üppigsten Schleppen.

    Grüße
    Dorea

    Guda
    Re: Rambler und Bäume
    « Antworten #11 - am: 17. März 2008 um 13:09 »
    Zwar mit Frühstück, aber jetzt vor dem Mittagessen: es sieht so aus, als stünde SDein Adoptivkind recht frei? Dann sehe ich kein Hindernis, wenn Du den Rambler mindestens einen Meter entfernt vom Stamm pflanzt. PHM steht hier an einer Nordnordseite einer Eibe. Gärtnerhäuschen dahinter: wenig Wasser, bis zur Krone kaum Licht. Es hat etwa 2 Jahre gedauert, ehe sie die unteren Äste erreicht hat, jetzt ist sie fast ganz oben, legt ihre Zweige zusätzlich über die Zirbel und bildet einen üppigen Vorhang. Bei den Stacheln muss man halt die ersten Jahre die Zähne zusammenbeißen und immer wieder mal einen Trieb leiten. Ich weiß nicht genau, wann ich die Rose gepflanzt habe, vermutlich vor sechs Jahren. Ich mache mittlerweile nichts mehr außer im Frühjahr odentlich zu düngen, damit die Eibe sich freut und bei sehr langer Trockenheit gibt es mal zwei bis drei Kannen Wasser, sind die anderen Pflanzen auch happy.
    Ach ja, nach der Blüte müssen die Triebe, die meinem armen Mann die Kopfhaut zerkratzen, auf entsprechende Höhe gestutzt werden. Hat PHM noch nie an üppigster Blüte im nächsten Jahr gehindert.
    Derzeitige Höhe? Mindestens 6 m hoch und genau so viel wieder herunter.
    Könnt Ihr Euch vorstellen, wie das aussieht, wenn die Eibe, gut 100- jährig, im Juni pudrig rosa blüht? Zumindest bleiben die Menschen auf der Straße stehen, weil ihnen rosa blühende Eiben relativ fremd sind

    Gruß Guda

    Guda
    Re: Rambler und Bäume
    « Antworten #12 - am: 18. März 2008 um 19:16 »
    So, wie ich DEINE Rosen einschätze, wirst Du einen Himmelsstürmer haben.

    Gruß Guda

    Ally
    Re: Rambler und Bäume
    « Antworten #13 - am: 19. März 2008 um 13:29 »
    Hallo,
    wir haben zwei riesige Eichen (über 20 m) im Garten... an die eine habe ich im letzten Herbst eine Chevy Chase gepflanzt... die bisher prächtig gedeiht... Unter anderem sitzen unter dieser Eiche auch einige Helleborus (die saßen schon beim Hauskauf da und bekommen von mir im Frühjahr immer etwas Thomaskali), Hydrangea's, Forsythien, Hosta... etc.... Ein riesiger roter Mohn... trotzt meinen Entfernungsversuchen auch hartnäckig, der hat aber auch noch nie gehört, dass er eigentlich ein Sonnenkind ist.

    Der Boden dort ist mit Sicherheit durch das Laub (welches wir auch meist liegenlassen) recht sauer.
    Die andere Eiche steht inmitten eines Wegekreuzes, daher ist nur direkt am Stamm die Möglichkeit zum Pflanzen... derzeit gibt es dort viele Narzissen, Schneeglöckchen und Efeu.

    Ally

    Petra
    Re: Rambler und Bäume
    « Antworten #14 - am: 26. März 2008 um 15:25 »
    hallo
    ich würde der rose hie und da eine schublade bzw. schaufel holzasche spendieren, diese trägt dazu bei, den boden im gewissen mass zu neutralisieren, ohne der eiche zu schaden.
    will sagen alle meine rosen stehn in saurem boden, ist eben in meiner region so und deshalb gibt es immer holzasche aufs haupt, vorzugsweise im winter, sickert somit gemütlich mittels regen und schnee ein und sieht vorallem im sommer nicht unschön grau aus
    Geändert von lipp (28.11.2010 um 15:09 Uhr)
    Herzliche Grüsse

    Hansjürg

    Der Dumme rennt los, der Kluge wartet ab, der Weise geht in den Garten (Tagore).

  3. #3
    Gartenprofi Gartenprofi Avatar von Louise
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    AW: Frage zu Ramblern

    Hier wird ja auch der Rambling Rector als Monster o.ä. erwähnt. Evtl. erinnert sich jemand, dass bei mir im letzten Winter der ca. 40 Jahre alte Kirschlorbeer runtergefroren war und mit seinen tlw. oberschenkeldicken, kahlen Ästen bis ca. 3,5m Höhe für mich spontan ein wunderbares Rankgerüst darstellte noch während ich über immergrüne Kletterer mit Euch grübelte, kam ein Gartenfestival dazwischen und plötzlich saß links vom Lorbeer ein Rambling Rector, der auch bereits wunderschön lange Triebe bildete. Da der Lorbeer aber auch ca. 3 - 4 m breit ist, setzte ich rechts davon noch einen Goldfinch. Könnte dies evtl. zu "ambitioniert" gewesen sein?

    Desweiteren habe ich an einer dicken Profi-Kette, die an einem Haken am Haus befestigt ist, eine Albertine gesetzt - wie muss ich mir da die Wuchskraft vorstellen?

    und dann habe ich diesen Sommer noch gleich zwei Ghislaines an einen hässlichen alten Wacholder gesetzt, die kaum aus dem Kübel gleich übergangslos wuchsen und blühten. Jedoch können Ghislaines ja auch problemlos auf eigenen Füßen stehen, oder? (mir schwant nämlich, dass der olle Wacholder die Umarmungen der Ghislaines nicht allzu lange aushalten wird..)


  4. #4
    Gärtner(in) Gärtner(in) Avatar von Ladygardener
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    290

    AW: Frage zu Ramblern

    Nein, bist Du aber habgierig !


    Also der Reihe nach:

    Ghislaine kann ohne weiteres allein stehen. Vielleicht gibst Du ihr (bei Bedarf) einen festen Stock, ich bin aber überzeugt, dass sie nicht einmal den benötigen wird. Sie ist so eine tolle Rose, an der man das ganze Jahr über Freude hat .

    Stell Dir mal eine Rose vor, die lange Ranken bildet, die mit harpunischen Haken bestückt sind - dann hast Du Albertine. Ihr Wuchs ist stark, sie ist monstergefährlich, aber ihre Blüten , die werden Dich für alles entschädigen. Diesen Aprikosenton findet man leider so selten bei Ramblern, meist sind diese auch nicht allzu winterhart. Ist aber wohl bei Dir kein Problem, Du Glückliche.

    R.R. kenne ich selbst nicht, dafür hab ich auch eine Goldfinch, die zwar noch jung ist, aber mir scheint, sie wächst kontrollierbar: Als Multiflora-Hybride ist sie sicherlich angenehm und wird auch nicht so fürchterlich groß. Nette kleine Hagebutten bietet sie neben ihrer wirklich schönen Blütenfarbe auch noch, was will man mehr?!

    PS: Kann es sein, dass Du den gelben Farbbereich bevorzugst?
    "Wenn man einmal angefangen hat, den Garten zu lieben, dann hört diese Liebe nie wieder auf."
    Gertrude Jekyll

  5. #5
    Moderatorin Avatar von Dorea
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    AW: Frage zu Ramblern

    OH, Louise, da hat dich eine bekannte Gier ereilt...

    also zwei Monster an Deine 3-4 Meter Kletteräste zu setzen war - räusper - ziemlich ambitioniert. Der Rambling Rector alleine wäre schon ein bissl zu heftig. Den habe ich schon in Ausmaßen gesehen, da würde Dir augenblicklich schwindeln. Und dann noch eine Du wirst von Deinem Gerüst demnächst nichts mehr sehen, und dann einen igloförmigen Berg von Rambler-Zweigen haben, durch die Du dich Dornröschen-Prinzen-mäßig durchschneiden musst, wenn Du Pech hast...
    Denk vielleicht doch über ein Umsetzen nach.

    Zwei Ghislaines sind erfahrungsgemäß auch zu viel. Nicht in den ersten drei oder vier Jahren, aber im fünften spätestens. ich erlebe gerade ein Exemplar hier, das im dritten Jahr schon ziemlich Masse hat. Und ich will gar nicht wissen, wie das in 10 aussieht... Aber Du hast recht, sie steht alleine. Ist aber gut 2 Meter breit.

    Grüße
    Dorea
    Herzliche Grüße
    Dorea

    Immer schön eins nach dem anderen

  6. #6
    Gartenprofi Gartenprofi Avatar von Louise
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    AW: Frage zu Ramblern

    tsss. von wegen habgierig.. im Gegensatz zu Deinen 400 habe ich grad erstmal 40 Rosen!!!


    Petra, wo hast Du denn die Albertine hingesetzt bzw. wodurch wird sie gestützt?


  7. #7
    Moderatorin Avatar von Dorea
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    AW: Frage zu Ramblern

    wenn's allerdings 40 Rambler sind...
    Herzliche Grüße
    Dorea

    Immer schön eins nach dem anderen

  8. #8
    Gartenprofi Gartenprofi Avatar von Louise
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    AW: Frage zu Ramblern

    Zitat Zitat von Dorea Beitrag anzeigen
    Du wirst von Deinem Gerüst demnächst nichts mehr sehen, und dann einen igloförmigen Berg von Rambler-Zweigen haben, durch die Du dich Dornröschen-Prinzen-mäßig durchschneiden musst, wenn Du Pech hast...

    hmm, eigentlich hatte ich mir genauso ein Iglu vorgestellt und als Sofortmaßnahme bei zuviel Wachstum hatte ich die Heckenschere im Sinn... (oder diesen netten Studenten, der im Sommer alle vier Wochen alles "Grobe" macht...möge er noch sehr lange studieren )


    Edith: nein, keine 40 Rambler.. so schlimm bin ich dann doch nicht

    achso, und wegen den Ghislaines - das ist wirklich eine Ecke, wo ist sie sich ausbreiten können nach Belieben. Das ist da durchaus auch so gewollt, um einen attraktiven, wüchsigen Hingucker zu haben, der ansonsten keinen Ärger macht

    (deshalb hatte ich wohl noch die Lichtkönigin Lucia da auch noch reingepfriemelt....und wohl auch noch eine Clematis Montana...)


  9. #9
    Gärtner(in) Gärtner(in) Avatar von Ladygardener
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    AW: Frage zu Ramblern

    O Gott o Gott o Gott ... der arme Student! Ich wünsch ihm schon jetzt (prophylaktisch) , wenn der Deine Rosenberge entwirren muss .

    Was war denn jetzt eigentlich die Ausgangsfrage? Wie bring ich locker aus der Schulter 40 Rambler im Garten unter? Ach ja, die Albertine! Meine steht am besagten Laubengang und hat als Gegenüber Polstjärnan. Ist zwar nicht Ton in Ton, gefällt mir aber trotzdem. Albertine ist mir letzten Winter ziemlich zurückgefroren, die Arme, und diesen Winter wird es wahrscheinlich nicht besser aussehen (um 17.00 Uhr hatten wir schon -10 Grad und sternenklaren Himmel ), der richtige Winter kommt aber erst im Februar....

    Möchtest Du gerne noch eine Empfehlung, liebe Louise, was sonst so auf´m Markt rumgeisterst? Gibt´s was Neues?
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    Gertrude Jekyll

  10. #10
    Moderatorin Avatar von Dorea
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    AW: Frage zu Ramblern

    Hätte ich doch glatt vergessen: Nur, damit ihr nicht meint, ich hätte was gegen Rambler, ob 40 oder weniger... Aprikosenfarben ist auch der Aviateur Bleriot, den ich (Schaf!) an ein altes Schaukelgerüs gesetzt habe. Krallen wie ein Tiger, irre lange Triebe, die schon zur Magnolie daneben schielen und Blüten einmal im Jahr, zart, nicht unbedingt üppig. Das könnte aber auch am Untergrund liegen, der suboptimal ist. Wir werden sehen.

    Hat den sonst noch jemand?

    Eine zweite Ghislaine wäre da wohl sinnvoller gewesen
    Herzliche Grüße
    Dorea

    Immer schön eins nach dem anderen

  11. #11
    Moderatorin Avatar von Dorea
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    AW: Frage zu Ramblern

    Ach, und dann laufen noch zwei Rambler_Experimente bei mir: Eine Pauls Himalayan Musk sitzt hier unter einer alten Eiche und tut sich schwer. Ich bin wirklich gespannt, ob sie sich durchsetzen kann! Im dritten Standjahr (im ersten habe ich mit dem Rasenmäher versehentlich Triebe erwischt, sonst wäre sie vielleicht weiter), aber ihre legendäre Wuchskraft entfaltet sie bislang nicht. Mag sein, dass eine Eiche doch ein zu schwerer Gegner ist. - Die wuchshemmenden Eigenschaften, die man Eiche nachsagt, scheinen beim Staudenbeet, das neben ihr liegt, übrigens nicht zu greifen.

    Und Lykkefund - steht leider im Dickicht, umgeben von aufdringlichem japanischem Knöterich, und hat sich bislang auch noch nicht durchgesetzt. Im ersten Jahr Mäusebesuch, im zweiten zu wenig Sonne - auch hier: Gespannt, ob sie noch zu höherem streben will...

    Grüße
    Dorea
    Herzliche Grüße
    Dorea

    Immer schön eins nach dem anderen

  12. #12
    Gärtner(in) Gärtner(in) Avatar von Ladygardener
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    AW: Frage zu Ramblern

    Zitat Zitat von Dorea Beitrag anzeigen

    Hat den sonst noch jemand?

    Ja, ich. Das sind eben die Wichuranas, die haben eben mal die Krallen und ewig lange Triebe. Dafür bringen sie ins Ramblersegment aber auch diese wunderbare weiche Farbe, wenn Frau mal was anderes will als ewig nur rosa und weiß.

    In meinem Garten sind sie leider nur bedingt winterhart. Ich kann mich noch an Anfangszeiten erinnern, als am Laubengang mehrere solcher Rambler wie zum Beispiel Alberic Barbier standen. Sie sind fleissig gewachsen und hatten bald die Laube ausgefüllt. Im Winter band ich sie ab und dachte, alles geht gut. Aber: Alles, was aus dem Schnee rausgeguckt hat, war kaputt. Unterm Schnee paletti und schön grün, aber drüber - ein Trauerspiel! Solche Sorten stehen bei mir (bis auf Albertine, die schon verholzt ist und dennoch noch erfriert) alle oben an der Laube. Geschützt an der Holzwand überstehen sie die Winter eigentlich unbeschadet.

    Zu den Ramblern:
    Mittlerweile werden auch Rambler angeboten, die öfterblühend sind. Da sollen wieder welche schimpfen, ob das wirklich sein muss, aber ich möchte gerne öfter Blüten haben als nur 2 Wochen im Jahr und das vielleicht auch noch bei Dauerregen. Perennial Blue ist eine solche tolle Rose, die öfter blüht und ziemlich gesund ist. Ihre Schwester Perennial Blush möchte ich auch gerne noch testen, hab sie aber dieses Jahr leider nicht mehr erwischt. Juliana von Stolberg ist ebenfalls ein öfterblühender Rambler mit großen ungefüllten Blüten. Mal sehen, wie sie den Winter übersteht. Der Platz, den ich für sie ausgesucht hat, ist kein leichter und ziemlich kalt.
    "Wenn man einmal angefangen hat, den Garten zu lieben, dann hört diese Liebe nie wieder auf."
    Gertrude Jekyll

  13. #13
    Gartenprofi Gartenprofi Avatar von Louise
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    AW: Frage zu Ramblern

    Perennial Blue hab ich zwei an eine Südwand gesetzt in je einen Riesen-Oblisken (ca. 2m). Leider haben die auch etwas in ihrer Entwicklung durch die vergangenen Winter gelitten, aber zum Sommerende hin hatten die sich sehr schön entwickelt, so dass sie hoffentlich nächstes Jahr zu voller Form auflaufen


  14. #14
    Moderator(in) Avatar von Guda
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    AW: Frage zu Ramblern

    So ein Mist: eben habe ich aus Faulheit die Rechtschreibprüfung eingeschaltet, und wupp, war der gesamte Beitrag weg.

    In Kurzfassung: für den dunkleren Standort lieber eine sehr helle Rose nehmen, z.B. Guirlande d'Amour. trotzdem muss ma eventuell weniger Blüten in kaufnehmen.
    Herzliche Grüße - Guda

  15. #15
    Gartenprofessor(in) Gartenprofessor(in) Avatar von Susanne
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    AW: Frage zu Ramblern

    Juliana von Stolberg sehe ich jetzt zum ersten Mal... da würden mich ein Erfahrungsbericht sehr interessieren. Ich erwäge ernsthaft, mich von Antike '89 zu verabschieden und statt dessen etwas Dauerblühendes an die Pergola zu setzen, das nicht nur an den steifen Triebenden in 7 m Höhe blüht...

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